Duncansby Stacks
Wenn ich eine Fototour vorbereite, beziehe ich die Erfahrung früherer Besuche mit ein, nutze Apps wie PhotoPills und habe die Gezeiten im Blick. In Gedanken stelle ich mir während der Planung immer vor, die Location im bestmöglichen Licht vorzufinden, wohl wissend, dass gerade diese Komponente in Ländern wie Schottland am wenigsten planbar ist. Umso erstaunter bin ich dann, wenn ein Plan tatsächlich zu hundert Prozent aufgeht! So wie bei meinem letzten Besuch am Duncansby Head.
Wer auf der Suche nach ursprünglichen schottischen Naturlandschaften ist, landet früher oder später an dieser spektakulären Steilküste in den nördlichen Highlands. Besonders zwei gewaltige Brandungspfeiler, die Stacks of Duncansby, prägen die Szenerie. Rund 60 Meter ragen die markanten Felszacken aus der Nordsee empor. Zum Ensemble gehören außerdem ein natürliches Felsentor und mehrere kleinere Felsnadeln, die das Panorama perfekt abrunden.
Die Duncansby Stacks sind eine Fotolocation, die man sich erarbeiten muss. Vom Parkplatz am Duncansby Head Lighthouse geht es querfeldein über eine grasbewachsene Kuppe. Erst wenn man diese Anhöhe überquert hat, breitet sich das Klippenpanorama in voller Pracht vor einem aus. Ein matschiger Pfad schlängelt sich hinunter zum Klippenrand, von wo aus man den besten Blick auf die Felsküste hat, die sich bis zum Horizont erstreckt. Wer möchte, kann dem Klippenweg nach Süden folgen und kommt dabei den Stacks ganz nahe.
Um das gesamte Klippenpanorama zu fotografieren, sollte man früh starten. In den Morgenstunden liegt die Steilküste im schönsten Licht, während ab Mittag große Teile im Schatten liegen. Plant man hingegen, entlang des Klippenpfads zu gehen, um die Stacks aus südlicher Richtung aufzunehmen, bietet sich der Zeitraum vom späten Vormittag bis in den Nachmittag hinein an. Man kann den Duncansby Stacks also durchaus mehrere Stunden widmen.
Lage
Rund 3 km östlich von John O’Groats, Co. Caithness, Schottland. (Maps)
Foto-Möglichkeiten
Brandungspfeiler, Klippen und Leuchtturm.
Beste Zeit
Am frühen Morgen, wenn die Klippen im Licht liegen.
Fotoausrüstung
Kamera, Weitwinkel für Panoramaaufnahmen und längere Brennweiten für Details, ND-Filter, Polfilter, Stativ.
Tipps
Solltest du in der Nähe übernachten macht es durchaus Sinn schon am Abend eine erste Erkundungstour zu unternehmen. So findest du dich am nächsten Morgen schneller zurecht und weißt, welchen Weg du gehen möchtest und welche Perspektiven spannend wirken.
Für diese Fotolocation solltest du viel Zeit einplanen. Selbst wenn du nur eine Totale fotografieren willst, gibt es dafür viele mögliche Standorte und außerdem dauert es auch etwas, bis du den Klippenrand erreichst.
Parken
Beim Leuchtturm gibt es einen öffentlichen Parkplatz. (Maps)
Entfernung
Vom Parkplatz sind es rund 600 Meter zu dem Spot, von dem aus man einen Blick über die gesamte Küste hat. Geht man weiter auf dem Klippenpfad zu den Stacks, so beträgt die Wegstrecke rund 2 km – jeweils one-way.
Übernachten in der Nähe
In und um John O’Groats oder im rund 30 Autominuten entfernten Wick.
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HALLO, ICH BIN STEFAN
In meinem Blog nehme ich dich mit auf meine Reisen, berichte über Fotolocations und über meine Arbeit als Landschaftsfotograf.
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