Valle dei Templi – Tal der Tempel

19 März 2026

Das sogenannte „Tal der Tempel“ bei Agrigento auf Sizilien zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der griechischen Antike und ist seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einem Höhenzug wurden im 5. Jahrhundert v. Chr. mehrere Tempel errichtet, von denen einige bis heute erhalten sind und Einblicke in die Blütezeit der griechischen Kultur im Mittelmeerraum geben. Das Spektakel ist also angerichtet. Bleibt die Frage: Wie fotografiert man eine solche Stätte am wirkungsvollsten?

Planung für perfekte Bedingungen
Bei rund 300 Sonnentagen im Jahr ist Licht grundsätzlich kein Problem, doch die Öffnungszeiten von 8:30 bis 20:00 Uhr schränken den Zeitrahmen ein. Ich wählte die Morgenstunden, auch in der Hoffnung auf weniger Besucher. Die Anlage hat Eingänge im Osten und Westen, sodass man grundsätzlich entscheiden muss, aus welcher Richtung man die Exkursion startet. Ich entschied mich für den östlichen Eingang, von dem aus man schneller zu den Tempeln gelangt. Bei meinem Besuch Mitte Februar standen die Mandelbäume in voller Blüte – ein schönes Extra, das ich bewusst in die Reiseplanung hatte einfließen lassen.

Bei meinem Besuch zeigte sich das Licht des Südens von seiner besten Seite. Für Urlauber ist das traumhaft – fürs Fotografieren sind jedoch ein blauer Himmel ohne Wolken und grelles Sonnenlicht nicht optimal. Bei der Fotosession im Tal der Tempel bediente ich mich einer grundlegenden Technik der Gestaltungslehre um Tiefe und Stimmung zu erzeugen. So arbeitete ich bei der Bildkomposition mit sogenannten natürlichen Rahmen. Dieses Gestaltungselement lenkt den Blick des Betrachters gezielt zum Hauptmotiv. Gleichzeitig dienen die Rahmen (in diesem Fall Bäume, Äste, Felsen, Kakteen etc.) dazu, Teile des nicht sonderlich attraktiven Himmels, die Sonne oder andere Besucher zu kaschieren. Um den Concordiatempel ohne Menschen zu fotografieren, wählte ich einen extrem tiefen Standpunkt. Die Stufen des Tempels und die Felsen im Vordergrund verdeckten andere Besucher, während der Tempel dadurch noch erhabener wirkt.
Mit diesen gestalterischen Kniffen entstanden Aufnahmen, die das Gefühl wecken, als würde man beim Betrachten die Anlage gerade selbst entdecken.

Lage

Südlich von Agrigento (Agrigent) auf Sizilien, Italien (Maps)

Foto-Möglichkeiten

Außergewöhnliche Altertümer und Ruinen. Mandelblüte im Frühling.

Beste Zeit

Vormittags oder am Spätnachmittag – Öffnungszeiten beachten.

Fotoausrüstung

Kamera, 24 – 70 mm Objektiv, eventuell ND Filter bei grellem Sonnenlicht, Gegenlichtblende.

Tipps

In dieser Location ist agiles Fotografieren aus der Hand angesagt. Suche die ideale Position für deine Aufnahme und teste, wie du mit einer Veränderung deines Standpunktes die Bildführung beeinflussen kannst. Ggfs. musst du nun geduldig sein, bis andere Besucher aus dem Motiv gehen, dann allerdings schnell reagieren.

Parken

Es gibt einen großen Parkplatz im Westen (Maps) der Anlage sowie einen kleineren Parkplatz im Osten (Maps).

Entfernung

Das Tal der Tempel erstreckt sich über rund 2 km. Es ist also eine Strecke von etwas mehr als 4 km zurückzulegen, um von einem Ende zum anderen und wieder zurück zu gehen.

Übernachten in der Nähe

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