Clogher Strand
Die hufeisenförmige Bucht mit dem goldenen Sandstrand inmitten grüner Hügel ist ein klassisches Irlandmotiv, das Besucher auf einer Rundfahrt über den Slea Head Drive im äußersten Westen der Dingle-Halbinsel bewundern können. Auch aus der Nähe macht der Strand eine gute Figur. Es wirkt, als breite das Land seine Arme um ihn aus, um ihn vor der Außenwelt abzuschotten. Hinter dem Ausgang der Bucht öffnet sich der Atlantik, doch der Blick aufs offene Meer wird von einem Riesen versperrt. Einem schlafenden, der es sich draußen im Wasser bequem gemacht hat. Gemeint ist die Insel Inishtooskert, deren Umrisse an einen bärtigen Mann erinnern, der auf dem Rücken liegend die Arme vor der Brust verschränkt. Es braucht nicht einmal viel Fantasie, um ihn zu erkennen. Immer wenn ich in dieser Ecke unterwegs bin, freue ich mich, ihn zu sehen und bin froh, dass er nicht aufgestanden und fortgegangen ist. Es würde etwas fehlen.
Strände besuche ich am liebsten bei Ebbe oder bei einsetzender Flut. Der Grund ist denkbar einfach: Dann wirkt ein Strand am größten, weil der Sand nicht vom Wasser bedeckt ist. Außerdem stehen einzelne Felsen frei und lassen sich als eigenständige Motive nutzen. Kenne ich einen Strand noch nicht, erkunde ich ihn zunächst mit Abstand und laufe an seinem äußeren Rand entlang. So vermeide ich, später meine eigenen Fußabdrücke im Bild zu haben, nur weil ich beim Erkunden im Zickzack über den Sand gewuselt bin.
Der Clogher Strand ist für mich ein alter Bekannter und hier zieht es mich meistens direkt zur linken Seite der Bucht. Dort grenzt der Strand an kleine Klippen und daneben liegen Steine, die sich wie gemacht für den Vordergrund eines Bildes anbieten. Zudem mündet ein Bach ins Meer und es ist jedes Mal spannend zu beobachten, wie sich das Wasser seinen Weg bahnt. Dabei gräbt es sich ein schmales Bett durch den feinen Sand, das die nächste Flut wieder glatt streicht und dann beginnt das Schauspiel von vorn. Kein Besuch gleicht dem anderen. Meine Aufnahme dieses flüchtigen Bachbetts ist auch in meinem neuen Irland-Kalender 2027 zu sehen.
Vom Riesen sieht man auf dem Kalendermotiv übrigens nur die Hälfte. Ihm scheint es egal zu sein, was am Festland passiert. In all den Jahren hat er nicht ein einziges Mal geblinzelt.
Lage & Anfahrt
Zwischen Dunquin und Ballyferriter auf der Dingle Halbinsel, Irland. (Maps)
Fotomotive
Ein Strand mit vielen Facetten.
Beste Zeit zum Fotografieren
Früh morgens.
Eingesetzte Fotoausrüstung
Kamera, 14-24 mm, Polfilter, Verlaufsfilter und Stativ.
Tipps für Fotografen
Der Strand ist ein wunderbares Trainingsgelände für verschiedene Fototechniken. Rechts vom Strand führt ein Wanderweg über die Wiesen hinaus zu den Klippen. Hier kann man ebenfalls schöne Aufnahmen schießen und sieht den Strand zudem aus einer ungewöhnlichen Perspektive.
Parken
Direkt oberhalb des Strands hat es einen Parkplatz. (Maps)
Wegstrecke
Vom Parkplatz zum Strand sind es nur wenige Meter.
Übernachten in der Nähe
Rund um Dunquin oder in Dingle Town.
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HALLO, ICH BIN STEFAN
In meinem Blog nehme ich dich mit auf meine Reisen, berichte über Fotolocations und über meine Arbeit als Landschaftsfotograf.
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